Gasthof & Pension Zur Eiche Profen

Ulrike von Levetzow

Was ein tschechisches Bier mit Profen zu tun hat

Ulrike von Levetzow stammt aus Sachsen. Einen Großteil ihres Lebens verbrachte sie auf Schloß Trieblitz im heutigen Tschechien, unweit Teplice. Sie half armen Menschen und das machte sie bekannt und beliebt. Ihr Wirken ist in der Region immer noch präsent. Unsere Hausbrauerei „Žatecký pivovar“ (Žatec) liegt nicht weit von Trieblitz.

Und auch dort kennt man die Geschichte von Ulrike von Levetzow. Ihr zu Ehren wurde ein Bier nach ihr benannt mit dem Namen „Baronka“. Sie verbrachte den Großteil ihres Lebens im heutigen Tschechien auf Schloss Trieblitz. Bekannt wurde Sie nicht nur als letzte große Liebe des Dichters Johann Wolfgang von Goethe sondern durch ihr wohltätiges Wirken in der Region Nordböhmen. Sie eröffente eine Mädchenschule in ihrer Heimat und ein Obdachlosenheim in Prag. 

Ulrike von Levetzow, Groitzsch, Johann Wolfgang von Goethe, Trieblitz

Kurios ist an dieser Stelle, das Ulrike von Levetzow in Groitzsch, genauer im Rittergut von Löbnitz getauft wurde. Nur rund 2 km von unserem Gasthaus entfernt. Im Zuge unserer Recherche stellten wir dann fest dass es auch einen Ulrike von Levetzow Wanderweg gibt und eine alljährliche Wanderung entlang dieses Wanderweges am 04. Februar, ihrem Geburtstag.

Aktuelle Recherchen der Groitzscher Naturfreunde brachten einige neue Details zu Tage. Entgegen der Annahme dass Ulrike von Levetzow in Löbnitz geboren wurde, war das Rittergut der Ort wo sie getauft wurde. Somit wird im Laufe des Jahres 2019 auch der Gedenkstein vor dem Rittergut mit einer neuen aktualisierten Tafel ausgestattet. 

Der Ulrike von Levetzow Wanderweg und das Rittergut in Löbnitz

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Der Wanderweg startet in Groitzsch und führt durch das Naturschutzgebiet "Pfarrholz" und über die Dörfer Altengroitzsch, Saasdorf, Gatzen und Löbnitz bis nach Bennewitz. Der Weg ist markiert mit den Farben weiß- gelb- weiß.

Von Bennewitz ist es nur einen Kilometer bis zum Gasthof Zur Eiche in Profen. Man folgt einfach dem Elsterradweg und kommt direkt am Gasthaus vorbei. Hier gibt es das Bier „Baronka“ aus der Brauerei Žatec, welche nach ihr benannt wurde.

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(Foto: Geburtshaus Ulrike von Levetzow in Löbnitz, heutige Aussenansicht, ca. 1 km Wanderweg von unserem Gasthof entfernt)

Der Gasthof in Profen wurde um 1778 erbaut, worauf ein mit dieser Jahreszahl markierter Kellerstein verweist, also 26 Jahre vor der Geburt von Ulrike von Levetzow.

Wer ist / war Ulrike von Levetzow?

(Quelle: Wikipedia) Ulrike von Levetzow (* 4. Februar 1804 in Leipzig; 13. November 1899) auf Schloss Trziblitz; vollständiger Name: Theodore Ulrike Sophie von Levetzow) war die letzte Liebe des deutschen Dichters Johann Wolfgang von Goethe. Die älteste Tochter des mecklenburg-schwerinschen Kammerherrn und späteren Hofmarschalls Joachim Otto Ulrich von Levetzow und Amalie von Brösigkes wurde nach früher Scheidung der Eltern und Wiederverheiratung der Mutter in einem französischen Pensionat erzogen. Ihr folgten die Schwestern Amélie und, aus der zweiten Ehe der Mutter, Bertha von Levetzow.

Johann Wolfgang von Goethe verliebte sich im Jahr 1821 während eines längeren Kuraufenthaltes im mondänen Marienbad in die Siebzehnjährige. Zum letzten Mal in seinem Leben verspürte er „eine große Leidenschaft". Bei einem Zusammentreffen 1823 veranlasste Goethe Großherzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, in seinem Namen um die Neunzehnjährige zu werben.
Seinen Schmerz über die Abweisung des Heiratsantrags drückte Goethe in seiner Marienbader Elegie aus, mit deren Niederschrift er bereits im September 1823 während der Abreise von Böhmen nach Thüringen begann und von deren Existenz Ulrike von Levetzow erst nach Goethes Tod erfuhr. Goethe trug in sein Tagebuch am 19. September 1823 ein: „Die Abschrift des Gedichts vollendet." Der Elegie stellte er das dem Tasso entlehnte Motto voran: „Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt / Gab mir ein Gott zu sagen was ich leide."

Ulrike von Levetzow gab später in ihren kurzen Erinnerungen an Goethe an, dass sie "gar keine Lust zu heiraten" verspürt habe, und tatsächlich blieb sie bis zu ihrem Lebensende unverheiratet. Dass ihr ein Liebesverhältnis zu Goethe nachgesagt wur-de, ärgerte sie, und sie wies es deutlich zurück. Demnach habe sie Goethe bloß „wie einen Vater" lieb gehabt. Noch im Alter schrieb sie in einer autobiografischen Skizze eine Art Gegendarstellung, um „all die fälschen, oft fabelhaften Geschichten, welche darüber gedruckt wurden" zu widerlegen und klarzustellen: "keine Liebschaft war es nicht".

Sie starb im hohen Alter von fünfundneunzig Jahren als Stiftsdame des Klosters zum Heiligengrabe auf dem großen Gut Trziblitz, das sie von ihrem Stiefvater geerbt hatte.  Martin Walser machte die Liebe des alternden Goethe zu Ulrike in seinem Roman Ein liebender Mann zum Thema. In dieser Erzählung erhält Ulrike eine Abschrift der Mari-enbader Elegie schon zu Lebzeiten Goethes. Eine szenische Fassung hatte 2010 in einer Inszenierung von Ansgar Haag am Meininger Theater im Beisein des Autors ihre.

 

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